Emotionales Essen - ernährungspsychologisch betrachtet
Preis
119,00 €
Fachbereiche
Allgemeine Medizin
Fachbereichsübergreifend
Diätologie
Ernährung
Ernährungswissenschafter
Fachbereichsübergreifend
Diätologie
Ernährung
Ernährungswissenschafter
Zielgruppen
Physiotherapie
DGKS
Ergotherapie
Hebamme
Logopädie
Masseure
Diverse
Osteopath
Pflegepersonal
Psychotherapeut
Pädagogen
Psychologen
Sportwissenschafter
Diätologie
DGKS
Ergotherapie
Hebamme
Logopädie
Masseure
Diverse
Osteopath
Pflegepersonal
Psychotherapeut
Pädagogen
Psychologen
Sportwissenschafter
Diätologie
ReferentInnen
Lehrgangs-Nr.
D26150
Termin
30.06.2026
Kursort
online
Lehreinheiten: 3
Fortbildungspunkte: 3
17 freie Plätze
max. Teilnehmerzahl 20
Anmeldeschluss: 23.05.2026 00:00
Seminarbeschreibung
Diese Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen zu den kognitiven und emotionalen Einflussfaktoren und Mechanismen des Ernährungsverhaltens. Die Teilnehmer*innen erhalten einen praxisnahen Einblick in Denk-, Bewertungs- und Emotionsmuster, die essbezogene Entscheidungen prägen – insbesondere in Situationen von Stress, Überforderung oder emotionaler Belastung.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Gedanken, Emotionen und Essverhalten sowie auf dem Phänomen des emotionalen Essens. Die Teilnehmer*innen lernen, wie Emotionen wie Emotionen wie Stress, Überforderung, Frust, Schuld, Scham oder Belohnungsbedürfnisse Essentscheidungen steuern und warum Ernährungsverhalten häufig im Widerspruch zu rationalem Wissen, Motivation oder gesetzten Zielen steht.
Nach dem Seminar kennen die Teilnehmerinnen die wichtigsten kognitiven Verzerrungen und emotionalen Auslöser im Ernährungsverhalten sowie deren Auswirkungen auf Klientinnen. Sie verstehen die Entstehung typischer Essgedanken im Kontext von Diätkultur, Sozialisation, Medien und emotionalen Lernerfahrungen.
Inhalte
- Grundlagen der Ernährungspsychologie: Emotion – Kognition – Verhalten
- Emotionales Essen: Funktionen, Lernmechanismen und aufrechterhaltende Faktoren
- Abgrenzung und Zusammenspiel von Hunger, Appetit, Emotionen und Gewohnheiten
- Automatische Gedanken, innere Dialoge und Glaubenssätze rund um Essen und Körper
- Psychologische Restriktion, Enthemmung und emotionale Essspiralen
- Typische kognitive Verzerrungen im Kontext emotionalen Essens
(z. B. Schwarz-Weiß-Denken, Selbstabwertung, moralische Bewertung von Lebensmitteln)
- Herkunft emotionaler Essmuster: Sozialisation, Diätkultur, Medien, Stressoren
- Umgang mit Schuld, Scham und Kontrollverlust in Beratung und Betreuung
- Methoden der kognitiven und emotionssensiblen Arbeit
(z. B. ABC-Modell, Reframing, sokratisches Fragen – angepasst an den Berufsalltag)
- Fallbeispiele aus verschiedenen Praxisfeldern und Transfer in den Arbeitsalltag
Lernziele:
Nach dem Besuch der Fortbildung sind die Teilnehmer*innen in der Lage,
- den Zusammenhang zwischen Emotionen, inneren Verboten, Enthemmung und Essverhalten zu verstehen
- die Zusammenhänge zwischen Emotionen, Gedanken und Essverhalten fachlich fundiert zu erklären
- dysfunktionale Essgedanken, Denkmuster, innere Verbote, Glaubenssätze und emotionale Auslöser zu erkennen und einzuordnen
- typische emotionale Trigger (z. B. Stress, Belohnung, Kontrollverlust, Schuldgefühle) zu identifizieren und emotionales Essen als Bewältigungsstrategie zu erkennen und einzuordnen
- Essverhalten, das im Widerspruch zu Empfehlungen oder Zielen steht, nachvollziehbar und wertfrei zu verstehen
- kognitive Interventionen (z. B. Reframing, ABC-Modell, sokratisches Fragen) unter Berücksichtigung emotionaler Prozesse anzuwenden
- einfache kognitive und emotionssensible Interventionen im jeweiligen Berufskontext anwenden
- Klient*innen beim Aufbau flexibler, emotionssensibler und alltagstauglicher Denk- und Bewältigungsstrategien im Umgang mit Essen zu unterstützen
Methodik
- Fachlicher Input
- Praxisnahe Beispiele
- Interaktive Elemente
- Reflexionsübungen
- Erfahrungsaustausch
Referentin
Miriam Aigner, MSc
Ernährungs- und Sportpsychologin, Gesundheitspsychologin, klinische Psychologin, mit Ausbildung in Motivierender Gesprächsführung (Motivational Interviewing) und langjähriger Erfahrung im Bereich Essverhalten, Prävention und psychische Gesundheit
Zielgruppe
Fachpersonen aus Gesundheits-, Sozial- und Beratungsberufen, insbesondere: Diätolog*innen,
Ernährungswissenschafter*innen, Pflege- und Gesundheitsberufe, Physiotherapeutinnen und Ergotherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen, Trainerinnen, Beraterinnen und Fachpersonen in Prävention und Gesundheitsförderung sowie alle Berufsgruppen, die im Arbeitsalltag mit Essverhalten, Verhaltensänderung oder Motivation konfrontiert sind oder die emotionales Essen besser verstehen und professionell darauf reagieren möchten
Diese Fortbildung wird über das Medium ZOOM ausgestrahlt. Den Zoom-Zugangslink erhalten Sie 2 Tage zuvor zugesendet.