Babytherapie - Körpersprache und Traumabehandlung
Preis
1.080,00 €
Fachbereiche
Fachbereichsübergreifend
Pädiatrie
Pädiatrie
Zielgruppen
Physiotherapie
Arzt
Ergotherapie
Hebamme
Osteopath
Arzt
Ergotherapie
Hebamme
Osteopath
ReferentInnen
Lehrgangs-Nr.
27054
Termin
04.06.2027 - 17.10.2027
Kursort
FBZ
Lehreinheiten: 48
Fortbildungspunkte: 48
20 freie Plätze
max. Teilnehmerzahl 20
Anmeldeschluss: 04.06.2027 00:00
„Man ist nie zu klein, um großartig zu sein.“ A. Lindgren
Jede einzelne Zelle unseres Körpers „denkt, erinnert und speichert“ – noch weit bevor unser Hirn in der Lage ist, sich zu erinnern. Auf Grund der Tatsache, dass in der frühen Zeit der menschlichen Entwicklung alle Eindrücke und Erlebnisse ausschließlich im zellulären Fühlsystem gespeichert sind, können körperliche und verbale Zeichen der Babys (Unruhezustände, Anpassungs- und Regulationsstörungen) diesen Zellspeicherungen geschuldet sein. Man spricht von frühen Prägungen, die in den letzten Jahren sehr genau erforscht wurden. Durch das gezielte deuten der Babykörpersprache kann man das Verhalten gewissen Entwicklungsstadien (prä-, peri- und postnatal) zuordnen und entsprechend damit arbeiten. So ermöglicht man den Kindern, Erlebnisse, die zu schnell, zu viel, zu stark – kurz gesagt überwältigend waren, zu deaktivieren, um so einen Neuverhandlung und Neuordnung im Nervensystem herstellen zu können.
Somit erlangen die Babys oft erstmalig ein Gefühl von Eigenermächtigung und Sicherheit – und das wirkt harmonisierend auf alle körpereigenen Abläufe (Stoffwechsel, Immunsystem, etc.). Diese Art der Babytherapie ist eine sehr ganzheitliche, sensitive und erfassende für die unterbewussten Regulationsprozesse. Oft kommt es auch zur Stärkung der Resilienz der elterlichen Nervensysteme und gibt uns Fachpersonen die Möglichkeit, die ganze Jungfamilie bestmöglich zu unterstützen.
Die Inhalte des Kurses stützen sich auf Forschungen der Polyvagaltheorie nach Stephen Porges und die Behandlungstechniken basieren auf Grundlagen der Cranio Sacralen Osteopatie (Sutherland) in Kombination mit Somatic Experiancing (SE) Traumarbeit nach Peter Levine.
- Übersicht Prä-, peri- und postnatale Traumata (Entwicklungsphasen, Bindungstraumata, Medizinische Traumata etc.)
- Status des Nervensystemes erkennen – Aktivierungskurven, natürliche Reaktionsmuster
- Zuordnung der Babykörpersprache, Beziehungsfeld Familie
- Therapeutische Fähigkeiten: gezielte Berührung und Timing, richtige Fragestellungen, Präsenztraining und begleiten der Integrationsphasen des neu Erlernten
- Empathie und Resonanz als wichtige Bausteine der Behandlung
- Therapiesetting und Techniken in der Arbeit mit älteren Kindern
- Ressourcen des Therapeuten erkennen und stärken