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Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept basiert auf einem Therapie- und Rehabilitationsansatz, der für Individuen mit Pathophysiologie des zentralen Nervensystems entwickelt wurde. Diese Idee wird für die Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Säuglingen benutzt. Ihr Ursprung liegt in der Arbeit von Berta und Karel Bobath und wurde zuerst durch klinische Erfahrung entwickelt.

Dr. Karel Bobath, ein Arzt, und Berta Bobath, Gymnastiklehrerin, später Zusatzausbildung zur Physiotherapeutin, wurden beide Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin geboren und emigrierten während des 2. Weltkrieges nach England.
Dort entwickelten sie ihr Konzept zur Befundaufnahme und Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Läsionen des zentralen Nervensystems. Das erste Zentrum wurde 1951 eröffnet. Dort fand auch der erste Kurs statt. Seitdem wurden Tausende von Therapeuten und Ärzte weltweit ausgebildet. Die Bobaths starben 1991.

Das Konzept wurde mit Modellen der motorischen Kontrolle und der Neurowissenschaften, die in der damaligen Zeit verfügbar waren, erklärt. Dieser ganzheitliche Ansatz hat sich über 50 Jahre hinweg ständig weiterentwickelt, und heutzutage stehen uns neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Bewegungswissenschaften zur Begründung unserer jetzigen Arbeit zur Verfügung.

Philosophie

Das Bobath-Konzept ist ein problemlösungs-orientierter Zugang zur Befundaufnahme und Behandlung von Individuen mit Störungen von Funktion, Bewegung und Tonus aufgrund einer Läsion des zentralen Nervensystems.

Die Person wird hinsichtlich ihrer Funktionen innerhalb wechselnder Umgebungen beurteilt. Der Behandlungsprozess ist individuell auf die bio-psycho-sozialen Bedürfnisse abgestimmt und schließt präventive und begünstigende Aspekte mit ein. Ein interaktiver Prozess zwischen der betroffenen Person, dem interdisziplinären Team und den Angehörigen und/oder den Pflegepersonen führt zu einer angemessenen Behandlung innerhalb des 24-Stunden-Tages.

Ziele

Das Ziel der Behandlung ist die Optimierung von Funktionen. Der fortlaufende Prozess von Befundaufnahme und Behandlung richtet sich sowohl nach vorrangigen Beeinträchtigungen von Funktionen, ebenso wird die verbesserte Kontrolle in die Teilnahme am täglichen Leben integriert. Während der Behandlung versucht der/die Therapeut/in, die Haltungs- und Bewegungsmuster zu optimieren, um ihre Effektivität zu verbessern.

Die Behandlung ist durch die Suche nach Lösungen für diejenigen Aspekte des motorischen Verhaltens charakterisiert, die die erfolgreiche Durchführung einer Aktivität stört. Dies schließt einerseits die aktive Teilnahme des Individuums mit ein, als auch die spezifische Handhabung durch den/die Therapeuten/in, die an die jeweiligen individuellen Erfordernisse angepasst und allmählich, um Unabhängigkeit zu erreichen, abgebaut wird. Die motorische Aufgabe und die Umgebung werden je nach Bedarf strukturiert

Inhalte

  • Die Geschichte und die Entwicklung der sich verändernden Prinzipien des Bobath-Konzeptes zu verstehen.
  • Die Konzepte der Neurophysiologie und der Neuroplastizität in Bezug auf das Bobath-Konzept zu verstehen.
  • Die normale Haltung und Bewegung zu analysieren und während funktioneller Aktivität zu facilitieren.
  • Die funktionellen Auswirkungen von Läsionen des ZNS zu verstehen.
  • Abnormale Bewegung zu beobachten und zu analysieren, wie man sie durch Behandlung beeinflussen kann.
  • Den Zusammenhang zwischen Befund und Behandlung zu verstehen und den fortlaufenden Prozess in der Problemanalyse zu erkennen.
  • Problemlösung
  • Zielsetzung
  • Behandlung
  • Auswertung der Behandlung
  • Theoretische Behandlungsprinzipien individuell an den Patienten in seiner Umgebung anzupassen und anzuwenden.
  • Effektive manuelle Geschicklichkeit zu entwickeln und sie mit der geeigneten Umgebung und anderen Einflüssen einzubeziehen, um Funktion wieder zu gewinnen.
  • Das Lernen durch kritisches Lesen, durch Selbsteinschätzung und Austausch mit anderen fortzuführen.
  • Einführung in das Konzept und Geschichte, angewandte Neurophysiologie
  • Analyse der normalen Bewegung
  • Analyse der individuellen Probleme der Patienten
  • Entwicklung von spezifischen Behandlungstechniken
  • Patientenbehandlungen und Demonstrationen
  • Praktische Arbeit und Workshops
  • Lern- und Lehrzielkontrollen
  • Projektarbeit

Methoden/Arbeitsweisen

  • Theorie
  • Frontal und Gruppenarbeit
  • Praktisches Üben
  • Patienten Behandlung
  • Patienten Demonstrationen
  • Der Kurs beinhaltet mindestens 110 Stunden Unterricht (1 Stunde = 60 Minuten) (Fortbildungspunkte = 146 für Kollegen aus Deutschland)
  • Das Verhältnis Instruktor / Teilnehmer soll optimalerweise 1:10 und maximal 1:12
  • Die Anzahl der Teilnehmer in Grundkursen richtet sich pro anerkannten Instruktor: optimal 10 Teilnehmer, maximal 12 Teilnehmer
  • Das Verhältnis zwischen Teilnehmer und Patient für Befund und Behandlung soll 2:1 sein.

Abschluss/Zertifikat

Alle Teilnehmer die den Lehrgang erfolgreich absolviert haben erhalten ein anerkanntes IBITA Zertifikat

Abwesenheit:    Wenn ein Teilnehmer mehr als ein Tag abwesend ist (= 8 Stunden) wird das IBITA Zertifikat nicht erteilt

Voraussetzungen

PhysiotherapeutIn / ErgotherapeutIn / sowie Arzt/Ärztin können in Absprache mit den Referenten am Kurs teilnehmen. Alle TeilnehmerInnen müssen ihr Studium absolviert haben, das entsprechende Diplom mit der Berufsbezeichnung besitzen und mindestens ein Jahr ab Ausstellung des Diploms im neurologischen Bereich arbeiten.

BILDERGALERIE

                             

 

Bobath Grundausbildung Nov. 2016 - April 2017

 

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Lehrgangs-Nr.:18000
von
13.01.2018
bis
21.04.2018
Es sind noch Plätze vorhanden zu den Lehrgangsdetails
Lehrgangs-Nr.:18001
von
22.04.2018
bis
26.04.2018
Es sind noch Plätze vorhanden zu den Lehrgangsdetails
Lehrgangs-Nr.:17022
von
30.10.2017
bis
01.06.2018
Lehrgang ausgebucht, Warteliste zu den Lehrgangsdetails
Lehrgangs-Nr.:18006
von
29.10.2018
bis
03.05.2019
Es sind noch Plätze vorhanden zu den Lehrgangsdetails